Januar 2024

1. Januar, Montag. Wir wünschen Euch allen ein gutes, mit schönen Erlebnissen ausgefülltes und glückliches neues Jahr. Bleibt gesund, genießt die Zeit und lasst Euch vom Geschehen in unserer Welt nicht entmutigen

Nachdem nach der langen Nacht alle ihre Schlafbedürfnisse befriedigt hatten und die Sonne hoch genug stand, durften wir von Petra und Karl vorbereitete leckere Canapés genießen

2. Januar, Dienstag. Spaziergang durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Es ist heute wieder Sonnig, die Temperatur beträgt 18 Grad

Auf dem Rückweg sehen wir eine wunderschöne Bougainvillea im vollen Blütenkleid

3. Januar, Mittwoch. Bei einer kleinen Tor mit dem Motorroller sind wir bei Perin unter diesem bemerkenswerten Äquadukt durchgefahren. Das 239 Meter lange Perin Äquadukt gehört zu den Cartagena Kanal, der 80 Gemeinden mit Trinkwasser versorgt

4. Januar, Donnerstag. Unsere mitreisende Hundedame Mimmi bei der abendlichen Zahnpflege. Geduldig lässt sie diese Prozedur über sich ergehen

5. Dezember, Freitag. Drei Cappuccino mit dieser wuchtigen Sahne-Ladung haben wir (drei gestandene Camper, zwei davon im Bild) uns heute nach einem Einkaufsmarathon in Mazarrón gegönnt

Ein herrlicher Sonnenuntergang begleitet uns in den Abend. Die Aufnahme erfolgte vom Stellplatz aus mit einer Drohne DJI Mini 4 pro in 120 Meter Höhe

6. Januar, Samstag. Es ist sonnig, aber mit einer Windgeschwindigkeit von 34 Stundenkilometer am frühen Nachmittag ziemlich stürmisch. Zum Kaffeetrinken sind wir mit Anita und Wolfgang zu einem benachbarten Stellplatz gefahren, Espacio Finca Alegria
N 37° 37‘ 45“ W 1‘ 4‘ 56

Aber wer glaubt, dass wir uns mit einem normalen Kaffee zufrieden geben, irrt. Es ist wieder ein herrlich zubereiteter klassischer Asiático. Über einen Löffel wird der heiße Kaffee hinzu gegeben, damit die Zutaten nicht zusammenlaufen

7. Dezember, Sonntag. Vormittags haben wir den großen Sonntagsmarkt in Mazarrón besucht und ein paar Kleinigkeiten erworben

Im Anschluss daran sind wir zu dem bizarren Felsgebilde „Gredas de Bolnuevo“ am Fuße der Sierra de las Moreras gefahren, direkt an der Küste. Av. Pedro López Meca 100, in Bolnuevo, nicht weit von Mazarrón entfernt

Tektonische und geologische Phänomene haben in Jahrmillionen diese bemerkenswerte Modellierung geschaffen

8. Januar, Montag. Ich musste mal wieder die Drohne aufsteigen lassen, um diesen tollen Sonnenuntergang vom Stellplatz aus zu fotografieren

9. Januar, Dienstag. Es ist heute bewölkt und mit 15 Grad am Nachmittag auch deutlich kühler geworden. Der Wind, der in den vergangenen Tagen für heftiges Vorzeltflattern sorgte, ist abgeebbt. Während ich den halben Tag mit dem Motorroller unterwegs und einkaufen war, hat sich Mimmi auf ihren Lieblingsplatz verzogen

10. Januar, Mittwoch. Ankunft von Freunden im Los Olivos Camperpark. Das Wetter zeigte sich nicht von seiner besten Seite, teilweise war es stark bewölkt und die Höchsttemperatur erreichte wieder nicht mehr als 15 Grad. Abends füllte sich der Platz vollständig

11. Januar, Donnerstag. Marktgeschehen in Los Dolores. Wir sind heute mit dem Motorroller mal wieder 13 Kilometer zum Markt in Los Dolores gefahrenen und haben uns über den Markt treiben lassen. Die Preise von Obst und Gemüse sind erstaunlich niedrig, die Qualitäten ausgezeichnet

12. Januar, Freitag. Volle Konzentration beim Knoblauch schälen. Konversationen mit Nachbarn wird nach dem Abendessen nur über eine größere Distanz möglich sein

Es gibt ein Krabbenpfännchen. Olivenöl, viel Knoblauch, Chili, etwas Pfeffer, eine prise Salz und dazu frisches Baguette und einen trockenen Riesling.
Heute war das Wetter mit der Temperatur übrigens sehr zurückhaltend. Mehr als 13 Grad und dazu noch von Wolken begleitet, waren nicht drin

13. Januar, Samstag. Mittagsspaziergang mit Mimmi, vorbei an Mandelbäumen bis zur Eremitage de Los Puertos de Santa Bárbara.

Heute ist es mit 16 Grad wieder etwas wärmer und vor allem sonniger

Eremitage de Los Puertos de Santa Bárbara. Die kleine Kapelle, typisch für die Barockzeit, soll um 1745 erbaut worden sein. Oben am Glockenturm befinden sich einige Kacheln, die das Bild der heiligen Barbara zeigen

Auf dem Rückweg haben wir die erste Mandelblüte entdeckt. Einsam reckt sie sich der Sonne entgegen

14. Januar, Sonntag. Wir feiern heute Erik‘s Geburtstag (rechts im Bild). Es sieht harmlos aus, aber der geneigte Zuschauer wird schnell erkennen, dass diverse Getränke den Ablauf der kleinen Feier bestimmen. Secco zum Anstoßen, Eierlikör für den Gaumen, Bier gegen den Durst, Küstennebel zur Aufhellung und last bat not least Gin/Tonic als Absacker sind treue Begleiter der illustren Runde unter warmer südlicher Sonne. Auf Dein Wohl Erik

15. Januar, Montag. Mit 21 Grad ist es zwar angenehm warm, aber die Sonne versteckt sich hinter Wolken. Mittags haben wir einen ausgedehnten Spaziergang mit Mimmi gemacht

16. Januar, Dienstag. Bei schönstem Wetter und 22 Grad, Ausflug nach Isla Plana, etwa 12 Kilometer östlich von Mazarrón.

Ein breiter und zu dieser Jahreszeit menschenleerer Strand, ein Paradies für Mimmi

Ein mutiger Sprung vom Zwei- und Vierbeiner auf die Verzweigung der Palme und ein herrlicher Blick in die Bucht

Nach den Anstrengungen der Autofahrt, des Strandspaziergangs, der Palmenbesteigung und des Einkaufens schlagen wir vier unter Missachtung jeglicher kalorienbezogener Warnungen erbarmungslos zu

17. Januar, Mittwoch. Es ist ein stürmischer Tag mit Windgeschwindigkeiten in den Böen von fast 70 Stundenkilometern. In der Nacht gegen 4 Uhr begann das Getöse, so dass wir vom Lärm und Schaukeln wach wurden. Eine Bö hatte das Dachfenster über der Dusche, das ein Spalt breit geöffnet war erfasst und dermaßen aufgesprengt, dass ein Scharnier brach. Das Fenster lässt sich nun nicht mehr dicht verschließen

18. Januar, Donnerstag. Der Sturm hat sich gelegt, es ist wieder ein sonniger und warmer Tag. Was macht man an einem solchen Tag? Unsere Camperfreunde hatten genau die richtige Idee und am späten Nachmittag den Grill angeheizt

Es gab leckere Champignons, gegrillte, gut gewürzte Tomaten, knusprige Hähnchenschenkel, Grillkartoffeln und Salat. Das alles mit dem notwendigen Quäntchen Knoblauch angereichert und natürlich von interessanten und lebhaften Gesprächen begleitet. Zum Schluss wurde der heraufziehende Abend mit selbst gemachten Eierlikör begrüßt

19. Januar, Freitag. Das Wetter zeigt sich heute wieder von seiner stürmischen Seite. Dunkle Wolken schieben sich über die Berge. Eine geplante Fahrt zum Strand in Cartagena haben wir verschoben

Der Sturm schaukelte sich langsam hoch und erreichte gegen 16 Uhr Windgeschwindigkeiten von fast 100 Stundenkilometern. Den im Boden verankerten Vorzeltteppich hat es samt dem darauf stehenden Tisch verweht. Erstaunlich, das Küchenzelt hat Stand gehalten, obwohl es mit der Breitseite zum Wind steht. Den schwere Motorroller unseres Nachbarn hat es dagegen umgeblasen.

20. Januar, Samstag. Wir haben heute das Ethnographic Museum in Santa Barbara besucht. Das Museum wurde 2003 vom Nachbarschaftsverein Puertos de Abajo gebaut und beherbergt von der Nachbarschaft gespendete Ausstellungsstücke, die das tägliche Leben vergangener Generationen erklären

Samstags werden im Museum vom Nachbarschaftsverein Workshops zum traditionellen Flechten mit Espartogras angeboten, das mit einer Wuchshöhe von 80 cm hauptsächlich im südlichen Mittelmeergebiet beheimatet ist

Anschließend, im Museums-Café gab es mal wieder den berühmt berüchtigten Asiático zum aufwärmen. Das war heute bei Temperaturen von lediglich 13 Grad auch bitter nötig

21. Januar, Sonntag. Verdiente Fütterung der beiden Raubtiere Mimmi und Luzie, nachdem beide unermüdlich miteinander durch das Vorzelt getobt sind,

während wir Zweibeiner mit großem Appetit diversen Grillspezialitäten und den dazu passenden Getränken zusprachen

22. Januar, Montag. Wir haben uns mit Isabell und Erik verabredet, Cartagena einen ausgedehnten Besuch abzustatten. Also sind wir zu viert nebst unseren Vierbeinern Luzie und Mimmi zwei im Smart und zwei auf dem Motorroller bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen los gezogen. Der Weg vom Hafen in die Altstadt führt zunächst an diesem beeindruckenden Rathaus vorbei

Wunderschöne Gebäude säumen die mittags weniger belebte Einkaufsstraße

Bei diesen süßen Auslagen tritt wieder der uralte Konflikt zu Tage, eifere ich Lukullus nach oder achte ich auf mein Gewicht? Eine fast unmenschliche Entscheidung

Das Augusteum in Cartagena, ein dem Kaiser Octavian Augustus gewidmeter Tempel

Der Rest einer Mühle aus dem 18. Jahrhundert und interessante Römische Ausgrabungen in der Nähe des Römischen Theaters, mit Fundstücken aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus

Das einzige erhaltene Zeugnis des Barrio de Gomera, eines alten mittelalterlichen Viertels

Das Römische Theater. Über hunderte Stufen geht es schweißtreibend nach oben, aber es lohnt sich

Gegenüber den Römischen Ausgrabungen gehört diese Installation zwar zur Neuzeit, mutet aber arg mittelalterlich an. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, das alles funktioniert. Strom, Telefon, Internet und Glasfaserkabel. Alles vorhanden

23. Januar, Dienstag. Die Sonne wärmt bei leichtem Wind, ein ideales Wetter zum Wäschewaschen und trocknen. Auch weitere kleinere, aber notwendige Arbeiten haben einen großen Teil dieses Tages bestimmt. Darüber hinaus, mehrere Anrufe bei Amazon, da statt der bestellten Bettwäsche ein roter, nicht bestellter BH geliefert wurde. Sachen gibt es…

24. Januar, Mittwoch. Auf dem Weg nach Mazarrón entdeckt. Eigentlich sind Briefkästen nichts ungewöhnliches, aber hier ist weit und breit kein dazu gehörendes Haus zu entdecken

Wir sind unterwegs mit Isabell und Erik nebst unseren Vierbeinern und starten einen ausgedehnten Strandspaziergang in Puerto de Mazarrón

Mimmi möchte das Meer überqueren. Auf der anderen Seite liegt die Stadt Oran in Algerien. Wir konnten es ihr ausreden

Hommage an den Fischer in Mazarrón

Eine Strandbar, die nicht nur uns Zweibeinern sondern auch unseren Hündchen ein Menü anbietet ist neu für uns. Eine tolle Idee, das meinten übereinstimmend auch Mimmi und Luzie

Jetzt war eine Pause dringend nötig. Und bei warmen 21 Grad gönnten wir uns je einen kräftigen landestypischen Cordato. Bei der Zubereitung wird zunächst ein Espresso gebrüht und dieser danach im Verhältnis 1:1 mit heißer aufgeschäumter Milch verlängert

Und zum Schluss waren wir noch einmal bei den bizarren Felsgebilden „Gredas de Bolnuevo“ am Fuße der Sierra de las Moreras

25. Januar, Donnerstag.Es ist mit 24° ein schöner, warmer Tag. Ich bin mit dem Motorroller nach Cartagena zu einer Postfiliale gefahren um den BH, der anstelle der bestellten Bettwäsche von Amazon geliefert wurde, zurückzusenden. Dabei kam ich an diesem wehrhaften Platz vorbei

Im Hintergrund sieht man das trutzige Gemäuer des Castillo de los Moros

26. Januar, Freitag. Heute Morgen hat uns die Stellplatz Betreiberin Maria mit einem besonderen Frühstückt überrascht. Es gab für jeden eine Portion Curros und dazu einen Becher heißer Schokolade

Spanische Curros, der Brandteig entspricht dem von Windbeuteln. Die Curros werden wie Krapfen frittiert. Um den Genuss zu steigern, ißt man die Curros mit einer besonders dicken Schokosoße

Am Fahrzeug unserer Campingfreunde werden auf dem Stellplatz der Zahnriemen und die Wasserpumpe gewechselt. Für den Monteur eine schweißtreibende Arbeit bei 23 Grad im Schatten. Die Arbeit nahm den gesamten Tag in Anspruch

27. Januar, Samstag. Ein Tag heute, ohne besondere Ereignisse. Mimmi hatte sich größtenteils unter den Tisch in den Schatten verzogen. Nachmittags bekam sie Besuch von zwei tierischen Freundinnen und einem Freund, ansonsten war für uns alle Siesta angesagt

Ein sensationeller Abendhimmel, ich musste die Drohne noch einmal hochschicken

28. Januar, Sonntag. Markttag in Mazarrón. Etwa 200 Marktstände bieten jeden Sonntag ein Sammelsurium von Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Haushaltswaren, Obst, Gemüse, Wurst, Schinken, Gewürze, einige Kuriositäten, leckere kleine Gerichte und vieles mehr

Nach einem ausgedehnten Bummel über den Markt, genießen wir mal wieder einen Cappuccino mit einer ziemlich großen Sahnehaube

29. Januar, Montag. Mit 17 Grad ist es heute recht kühl, auch die Sonne versteckt sich hinter dichten Wolken

Es ist kein Geheimnis, unsere Generation bewegt sich nicht mehr ganz so schnell 😊

30. Januar, Dienstag. Ein weiterer bewölkter und mit lediglich 16 Grad recht kühler Tag. Zum Abend gibt es Tortilla, auf einem kleinen Elektrogrill zubereitet, den ich heute im Media Markt in Cartagena erstanden habe

Und nach dem Essen, in Ermangelung eines Geschirrspülers, ist Handarbeit angesagt

31. Januar, Mittwoch. Unser Mittagsspaziergang mit Mimmi durch den Ort Los Cachuchas, der lediglich aus drei Häusern besteht

Auf dem Rückweg kamen wir an diesem Friedhof vorbei und neugierig auf die andere Bestattungskultur, haben wir uns die Ruhestätten angeschaut. Statt Reihen- und Urnengräber dominieren hier Mausoleen und Grabnischen. Während man in Deutschland normalerweise zu einer Beerdigung geht, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen, wollen die Spanier dagegen den Hinterbliebenen zeigen, dass sie nicht alleine sind

Eine Antwort zu „Januar 2024“

  1. Amazon hat den Begriff ´Bettwäsche´ wahrscheinlich anders interpretiert.

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