9. September, Montag. Endlich‼️ die Termine sind abgearbeitet, die Temperatur liegt bei angenehmen 18 Grad und alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Wir können wieder auf Tour gehen. Es wird zwar keine lange und weite Fahrt, die heben wir uns für den Winter auf, wenn unser Ziel Andalusien und Marokko heißt, aber wir freuen uns auf schöne Landschaften im Süden Deutschlands.
Unsere Fahrt führt und über die A 61 und in Hockenheim auf die A 6 bis nach Sinsheim und weiter hinunter an den Neckar nach Obrigheim.
Ein besonderer Gruß geht an den Wohnmobilfahrer aus Düren, der uns auf der A 61 im Vorbeifahren mit unserem Blog auf seinem Handy aus dem Seitenfenster gegrüßt hat

Unser erster Übernachtungsplatz in Obrigheim liegt unmittelbar am Neckarufer. Ein gebührenfreier Platz ohne Service ein Mülleimer ist aber vorhanden. N 49° 21‘ 1“ E 9° 5‘ 59“
10. September, Dienstag. Mimmi genießt vom Bett aus den früh morgendlichen Ausblick auf den träge vorbei fließenden Neckar und hofft auf ein vorbeiziehendes Schiff, das sie genussvoll verbellen kann

Lediglich 7 Kilometer sind wir heute weitergefahren, von Obrigheim nach Mosbach. Wie ein jedes Mal wenn wir in dieser Gegend sind, besuchen wir den Stellplatz in Mosbach, verbunden mit einem schon obligatorischen Rundgang durch das schöne und alte Fachwerk-Städtchen. Die Innenstadt ist vom Stellplatz aus durch ein Parkgelände in 10 Minuten erreichbar. Der Stellplatz für etwa 20 Mobile ist kostenfrei, hat V/E und Stromanschlüsse. In unmittelbarer Nähe gibt es eine Jet Tankstelle und einen Lidl Supermarkt.
N 49° 21‘ 37“ E 9° 8‘ 51“

und weil uns die Stadt so gut gefällt, haben wir uns am Nachmittag noch einmal auf den Weg gemacht und uns beim Italiener ein leckeres Eis munden lassen


11. September, Mittwoch. Eines ist gewiss, der Besuch einer Besenwirtschaft mit guten Freunden, Elfi und Horst, verbunden mit dem Verzehr einer Schlachtplatte, schwäbischen Maultaschen, Kutteln und Spätzle, dazu ein paar Gläser guten Weines darf nicht fehlen. Es ist jedesmal ein Highlight der besonderen Art

Die Besenwirtschaft in Erlenbach-Binswangen bietet einen Stellplatz für 8 Wohnmobile an. Ohne V/E, aber dafür mit der Möglichkeit nach dem Genuss des kräftigen Weines unmittelbar sein eigenes Bett aufsuchen zu können.
N 49° 10‘ 50“ E 9° 15‘ 7“
12. September, Donnerstag. Auch heute musste Muli nur eine kurze Strecke zurück legen. Wir haben den Stellplatz in Heilbronn angefahren. Der Platz für 20 Mobile liegt an einem schönen Parkgelände am Neckar, ist kostenfrei und verfügt über Strom und einer V/E Station ohne Bodeneinlass. Die Innenstadt ist in 20 Minuten erreichbar .
N 49° 7‘ 50“ E 9° 12‘ 17“

Der weitläufige, sehr schön angelegte Wertwiesenpark mit einem Grillbereich, einem Wassertretbecken und mit Kinderspielplätzen wurde zur Landesgartenschau 1985 angelegt und erstreckt sich entlang des Neckarufers

Welch eine Überraschung, Napoleon war zwar meines Wissens nie in Heilbronn, desto größer das Erstaunen, das ein anderer großer Franzose weit vorher hier gewesen sein muss. Wer außer Obelix aus dem damaligen Gallien hätte sonst diese Hinkelsteine hier im Park abstellen können?

13. September, Freitag. Unser Ziel heute ist ein relativ neuer Stellplatz in Eppingen

Hier hat die Stadt Eppingen einen wirklich schönen Stellplatz geschaffen, der große Parzellen, eine vernünftig angeordnete Ver- und Entsorgung, eine durchdachte Abfallentsorgung und Strom zu 50 Ct. Pro KWh bietet. Und das für 7,00 €. Da könnten sich manch andere Stadt eine Scheibe abschneiden. Der Weg in die nahe Innenstadt ist ausgeschildert und ist zu Fuß in 10 Minuten bewältigt. N 49° 8‘ 24“ E 8° 54‘ 24

Die Altstadt bietet herrliche Fachwerkhäuser aus verschiedenen Stilepochen, beginnend vom ausgehenden Mittelalter bis zur Renaissance

Der Blick geht von der Brettener Straße in ein malerisches Seitengässchen, die Metzgergasse. Das Erkerhaus wurde 1601 erbaut. Im Obergeschoss war eine jüdische Schule untergebracht und im Erdgeschoss befand sich das jüdische Schächt- und Schlachthaus neben einer christlichen Metzgerei

Ein Rundgang durch die Altstadt ist absolut lohnenswert. Der gesamte historische Stadtkern mit den vielen Baudenkmälern steht seit 1983 unter Denkmalschutz
14. September, Samstag. Wir bleiben auch heute noch auf dem Platz in Eppingen, der sich am Wochenende ganz ordentlich gefüllt hat. Langsam macht sich der Herbst bemerkbar. Die tiefen Nachttemperaturen mache es zum ersten Mal nötig, die Heizung laufen zu lassen

Nachmittags sind wir nochmals in die Altstadt spaziert. Eine herrlich blühende Buntnessel zieht sich an der alten Stadtmauer entlang

Ein Eppinger Zweiradfan mit einer Werkstatt in der Altstadt, bietet geführte Touren durch das Kraichgau mit bestaunenswerten, teils über 50 Jahre alten Mofas an

und allein der Umwelt zuliebe haben wir am Abend natürlich nur bleifreies Bier getrunken


15. September, Sonntag. Auch heute sind wir nur eine kurze Strecke gefahren und haben einen Platz in Schwaigern, am Nordrand des Schwarzwaldes angesteuert. Der Stellplatz für zwei Mobile liegt am Ortsrand gegenüber eines Schwimmbades, hat V/E, Müllentsorgung, Strom und ist kostenfrei. Auch der Strom ist kostenlos, was man heute nur noch sehr selten antrifft. Da die beiden Plätze besetzt waren, haben wir zunächst auf dem angrenzenden Parkplatz gestanden, später konnten wir wechseln. N 49° 8‘ 44“ E 9° 2‘ 44“

Wohnmobil-Küchen-Chaos wenn „Mann“ kocht😊
16. September, Montag. Wir stehen auf einem Stellplatz in Lauffen am Neckar, mit Blick auf den Fluss und schauen in einen trüben und regnerischen Tag hinaus. Der Platz verfügt über V/E, Strom, einem Abfallbehälter und kostet 7,50€. N 49° 4‘ 11“ E 9° 9‘ 50“

Auch Mimmi verkriecht sich bei einem solchen Wetter lieber ins Bett anstatt ihr Fell der Nässe auszusetzen


17. September, Dienstag. Wir sind wieder in Obrigheim, auf dem Stellplatz am Neckar, den wir bereits am 9. September angefahren hatten. N 49° 21‘ 1“ E 9° 5‘ 59“. Dieses von Efeu umrankte Boot am Neckarufer wird wohl kein Wasser mehr unter seinem Kiel erleben
18. September, Mittwoch. Vom Neckar sind wir bei herrlichem Sonnenschein durch den Odenwald an den Main, zur mittelalterlichen Residenzstadt Wertheim, in Tauberfranken gefahren. Der Stellplatz liegt auf der gegenüber liegenden Flussseite unmittelbar am Ufer. Der Blick geht auf den Main und auf die Wertheimer Burg. Der Stellplatz hat V/E, kein Strom und kostet 10€. N 49°45‘ 44“ E 9° 31‘ 6“

Dem Stellplatz angegliedert ist ein kleiner Biergarten, der ab 15:00 Uhr seine Pforten öffnet. Neben einem Wurstsalat und Tomaten mit Mozzarella gab es für uns einen erfrischenden Federweißen

Die Altstadt, die nördlichste fränkische Stadt Baden-Württembergs und die zweitgrößte des Main-Tauber-Kreises besticht durch zahlreiche denkmalgeschützte Fachwerkhäuser

Die Burg Wertheim, hoch über der Altstadt gelegen, (zu hoch für uns und für Mimmi mit ihren kurzen Beinchen um den Berg bei greller Sonne und hohen Temperaturen zu besteigen) ist das Wahrzeichen der Stadt. Im oberen Bereich sieht man noch einige Fenster aus der Stauferzeit, darunter steht die Ruine der Vorburg

19. September, Donnerstag. Die Welt ist klein. Auf dem Weg unserer heutigen Strecke von Wertheim nach Freigericht in Hessen überholte uns auf der A3 doch tatsächlich ein Freund aus Aue in Sachsen mit seinem Taxi. Die Überraschung auf beiden Seiten war groß

Unser Übernachtungsplatz in Freigericht liegt im Grünen, hat Platz für 8 Wohnmobile, V/E, Strom und ist kostenfrei.
N 50° 8’ 17“ E 9° 9’ 53“ Der kleine Ort selbst hat allerdings weniger zu bieten. Dafür gibt es am Platz einen personallosen kleinen Supermarkt. Mit der App von „teo“ öffnet man die Türe, holt sich die Waren, scannt sie und der Betrag wird vom Kartenkonto abgebucht. Für die Wohnmobilisten, die schnell mal etwas brauchen, eine feine Sache, zumal „teo“ 24 Stunden geöffnet ist

Spaziergang entlang des Birkingsbach, der hinter dem Stellplatz vorbei fließt. Da sich die Sonne heute wieder erbarmungslos zeigte, spendete der Wald eine wunderbare Kühle
20. September, Freitag. Wir sind in dem kleinen Kurstädtchen Bad Camberg und stehen auf dem Stellplatz unmittelbar an der Altstadt gelegen. Der Platz für 8 Mobile bietet V/E, Strom und ist kostenfrei. In zehn Minuten ist man zu Fuß in dem schön angelegte Kurpark.
N 50° 17‘ 48“ E 8° 15‘ 58“

Bad Camberg liegt im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg. So schön einzelne Plätze, die Altstadt und der Kurpark anmuten, haftet der Stadt, wie fast allen Kurstädten doch etwas Vergängliches an. Man merkt auch hier, die mittlerweile deutlich geschrumpfte Zahl der Kurgäste


21. September, Samstag. Wir haben unseren letzten Übernachtungsplatz an der Mosel angesteuert, bevor wir morgen unsere kleine vierzehntägige Tour durch Rheinland Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen beenden und nach Hause zurückkehren. Der Stellplatz liegt in Sankt Aldegund unmittelbar am Ufer, kostet 12€ und hat V/E und Strom. N 50° 4‘ 44“ E 7° 7‘ 52“

“Boa“ heißt dieser Platz am Brunnen. Früher der Dorfmittelpunkt und die Nachrichtenbörse. Man sprach Moselfränkisch:
Stachelbeere – Krischele
Hosenträger – Gallije
Butterbrot – Schmea
Pfütze -Plott
Hosentasche – Bokksesaak
Polterabend – Hillisch
hässlich – schroo

Da wir keinesfalls bedauert werden wollten,

haben wir an Ort und Stelle einen süffigen Federweißen getrunken

22. September, Sonntag. Auf dem Weg nach Hause. Von der Mosel geht es bergauf in die Eifel, auf Landstraßen dem Heimathafen entgegen. Allen die uns hier verfolgen wünschen wir eine gute Zeit und einen sonnigen Herbst. Wir sehen uns hoffentlich wieder, wenn unsere große Tour nach Spanien und Marokko beginnt.
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