Januar 2025

1. Januar, Mittwoch. Wir alle wünschen uns noch viele schöne Reisen bei bester Gesundheit. Möge das neue Jahr uns Freude und Frieden bringen. Feliz Año Nuevo! Die Spanier essen übrigens 12 Trauben um Mitternacht, das bringt Glück ins Haus. Davon kann man nicht genug haben, also sollten wir das zum nächsten Silvester auch mal ausprobieren

2. Januar, Donnerstag. Nachdem wir uns auf dem Markt in Los Dolores mit frischem Gemüse eingedeckt hatten, haben wir in einem Café am Rande des Marktes mit Cortado und Tapas unseren Energiespeicher wieder aufgeladen

Am Nachmittag habe ich den defekten Schaudt Zusatzlader ausgebaut. Dazu musste ich zuerst das Ladegerät und dann den Wechselrichter im Zwischenboden ausbauen, um an das defekte Gerät heranzukommen. Nach dem Öffnen des Zusatzladers war schnell klar, dass nichts zu reparieren ist. Die Platine nebst einigen Widerständen sind verschmort. Morgen schaue ich, ob und wo ich Ersatz bekomme. Kosten rund 400€

3. Januar, Freitag. Nach einem Tag, an dem ich mich mit Hilfe von Camperfreunden vorzugsweise um die Beschaffung eines neuen Ladegerätes beschäftigt hatte, folgt ein gemütlicher Fernsehabend zu zweit (Mimmi schläft bereits) bei gedämpfter Beleuchtung

4. Januar, Samstag. Camperfreunde haben uns am Vormittag eingeladen, in ihrem PKW zu einem Einkaufszentrum westlich von Cartagena mit zu fahren. Wir alle hatten nicht daran gedacht, dass in den Familien in Spanien die traditionelle weihnachtliche Bescherung erst am 6. Januar stattfindet. Da mussten noch viele Geschenke her. Der Betrieb auf den Parkplätzen und in den Geschäften war deshalb gigantisch. Am Nachmittag gab es mit einem Spaziergang mit Mimmi den Gegenentwurf zum Vormittag


5. Januar, Sonntag. Bei unseren Spaziergängen mit Mimmi fallen viele nicht mehr zu nutzende Brunnen auf. Die Brunnen sind aufgrund der schwersten Dürre seit über einem Jahrhundert nicht mehr nutzbar. Ausbleibender Regen, Übernutzung durch Landwirtschaft und illegale Brunnenbohrungen ließen die Wasserreservoirs auf historische Tiefstände sinken

Am Nachmittag gab es traditionell im Los Olivos Camperpark Tanz zu Livemusik der 70er und 80er Jahre. Und damit wir anschließend nach dem heißen Rock’n Roll wieder zu Kräften kommen konnten, gab’s Kuchen und Maria schenkte heiße Schokolade aus

und dies ist eine Botschaft an unsere anreisenden Camperfreunde Isabell und Erik. „Euer Platz“ ist frei geworden 😃

6. Januar, Montag. Feiertag in Spanien. Das Bild ist gestern entstanden. Eigentlich waren Tanz und Schlemmerei für heute vorgesehenen. Da die Wettervorhersage aber für den heutigen Tag ein kühles Regenwetter prophezeite, wurde das fröhliche spanische Weihnachtsfest bereits gestern gefeiert

Spaziergang auf unserer täglichen Hundestrecke. nur 14°, bewölkt mit leichtem Nieselregen

7. Januar, Dienstag. Die Sonne hat den Weg nach Cartagena zurück gefunden und die Temperatur steigt wieder. Mit dem markanten roten Zweirad war ich nachmittags unterwegs um uns mit frischen Lebensmitteln zu versorgen

8. Januar, Mittwoch. Nun sind auch unsere Camperfreunde Isabell und Erik angekommen. Der Anhänger ist entladen und der Smart steht wieder auf den eigenen Rädern. Zeit für eine kurze Pause, bevor die restlichen Arbeiten zu erledigen sind und das sind noch einige bis alles eingerichtet ist

Spontane und einfache Küche am Abend. Spaghetti, Schinken-Tomatensoße, Salat und das alles bei geselligen Gesprächen. Passt 👍

9. Januar, Donnerstag. 8 Uhr morgens, der Himmel brennt

Es ist ein großer Kontrast zu derzeitigen Wetter in Deutschland. Statt Temperaturen im Gefrierbereich mit Schnee und Glätte, scheint hier die Sonne bei 21 Grad.
Nach einem ausgiebigen Marktbummel in Los Dolores sitzen wir alle in einer Tapas Bar und genießen leckere Bocadillos, belegt mit Tomatenscheiben und Thunfisch und Olivenöl

10. Januar, Freitag. Das Bild trügt. Ich sollte endlich mal mit dem Vorurteil aufräumen, den wohnmobilfahrenden Rentnern in Spanien geht es allzeit gut. Wir haben doch mit mancherlei Unbill zu kämpfen. Das Alter, in der Regel über 65 Jahre, verbunden mit der auf natürlicher Weise schwindenden Leistungsfähigkeit ist das Eine, der ewige Müßiggang, kaum auszuhalten, nur unterbrochen von den wenigen Pflichten ist das Andere. Und trotzdem haben wir immer ein Lächeln im Gesicht 😘

11. Januar, Samstag. Luzie und Mimmi. Eine wahre Hundefreundschaft ist pure Lebensfreude – voller Vertrauen, Zuneigung und bedingungsloser Akzeptanz

Heute war ich bei einem Wohnmobilhändler in der Nähe von Cartagena (Caravanas Sangar,
N 37° 39′ 35″ E 0° 54′ 14″) und habe für die Thule Markise einen Rafter (Querstange für die Seite) gekauft. Es war abenteuerlich, mit der 2 Meter langen Verpackung, die hinten weit über den Motorroller hinausragte, den Rückweg zu bestreiten

12. Januar, Sonntag. Jeden Sontag ist in Mazarrón Markttag. Es ist der größte Markt im Umkreis. N 37° 33’ 60“ W 1° 15’ 55“. Will man ihn besuchen, sollte man spätestens um 10:00 Uhr dort sein, denn gegen Mittag wird es schwer in der Nähe einen Parkplatz zu finden und man muss sich auf erheblich mehr Gedrängel einstellen

An diesem Stand mit dem iberischen Fettgebäck vorbeizugehen wäre unverzeihlich. Erik und ich haben uns geduldig in die Warteschlange eingereiht. Die im heißen Öl zubereiteten länglichen Krapfen, mit Zucker bestreut, sind ausgesprochen verführerisch und schmecken saugut, so das man glatt das Kalorien zählen vergessen würde, täte man dies

13. Januar, Montag. Ein ruhiger Tag heute. Zwar bei Sonnenschein aber lediglich 13 Grad. Eine gute Gelegenheit, Mimmi’s Zuhause bei Touren mit dem Motorroller zu säubern und die Schrauben nachzuziehen

14. Januar, Dienstag. Wir feiern heute Erik‘s Geburtstag. Im Januar mit der Geburtstagsgesellschaft unter blauem Himmel feiern zu können, ist nicht‘s alltägliches für uns mit Wohnsitz in Deutschland. Hier geht‘s und Isabell und Erik haben neben den (wegen des Jugendschutzes 🥂😊) nicht gezeigten Hochprozentigen, ein leckeres Buffet aufgebaut.

vorher / nachher Bitte den Schiebeschalter nutzen

15. Januar, Mittwoch. Ein Arbeitstag. Nachdem gestern Abend DHL den neuen Zusatzlader angeliefert hatte, bestellt vor einer Woche bei Camping Wagner, ging es heute an den Einbau. Dort unten in der Bodenklappe musste ich erst einige Geräte ausbauen, bevor ich den Zusatzlader an seinen Platz bringen konnte. Nach fast drei Stunden war alles erledigt

So, da dir Arbeit getan ist, gönne ich mir jetzt den „Alltag“ 😊

16. Januar, Donnerstag, Wir sitzen gemeinsam mit Inge, Isabell, Eric und Wolfgang in der Tapas Bar in Los Dolores und erholen uns vom Besuch zweier Wochenmärkte. Es ist zu kühl für diese Jahreszeit an diesem Ort. Man sieht’s, wir alle tragen keine luftigen T-Shirts. Einzig die Sonnenstrahlen wärmen ab und zu etwas

17. Januar, Freitag. Es ist eine wahre Freude hier essen zu gehen. Zuerst Salat dann Vorspeise, Hauptgang, Dessert und dazu ein Getränk nach Wahl und zum Abschluss eine Tasse Kaffee. Es schmeckt sehr gut und schont den Geldbeutel

Das gesamte Menü mit den Getränken kostete lediglich 12 Euro. Die Koordinaten zu diesem Restaurant in La Guia lauten:
N 37° 39‘ 34“ W 1° 2‘ 25“

18. Januar, Samstag. Gestern, nach dem üppigen Mahl, haben wir noch die römischen Steinbrüche von Cartagena besucht. Eine archäologische Stätte, eines Sandsteinbruchs aus der Zeit des römischen Hispaniens. Es handelt sich um ein Vorkommen von gelbem Sandstein und Mergel aus dem Miozän, das leicht zu bearbeiten und abzubauen ist und das mindestens seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. intensiv als Baumaterial für die Stadt Carthago Nova genutzt wurde

Adresse: Calle Zorita, 8, 30394 Canteras
Eine große monumentale Mauerfront ist erhalten geblieben, an der die Spuren der Steinmetzwerkzeuge noch gut zu erkennen sind

19. Januar, Sonntag. Ein für mich ekelhafter Tag. Gestern Nachmittag begann das Desaster wie aus heiterem Himmel mit leichten Hals- und etwas stärkeren Kopfschmerzen. Die Nacht verlief unruhig und heute hat es mich regelrecht auf‘s Bett geworfen. Uschi hat mich umsorgt und liebe Freunde haben mich mit Tee und Salben versorgt, so dass ich hoffe, morgen wieder einen besseren Tag erleben zu können

20. Januar, Montag. Leider kann ich der Blog Gemeinde auch heute nicht‘s weiter bieten, als ein Blick auf die Mittelchen, die hoffentlich schnellstmöglich zu meiner Genesung beitragen. Hier, in Los Olivos bleiben wir noch 12 Tage, dann beginnt das Abenteuer „Marokko“

21. Januar, Dienstag. So langsam kuriere ich die Infektion aus. Meine Stimme ähnelt zwar noch der Iwan Rebrows, aber der Husten hat deutlich nachgelassen. Zum Abendessen habe ich mal wieder einen käsegedeckten Gemüseauflauf im Omnia Backofen zubereitet. Deckel drauf und 30 Minuten garen lassen

22. Januar, Mittwoch. Auch heute noch kann ich nur mit einem Foto aus dem Innenraum dienen. Fast den gesamten Vormittag habe ich verschlafen und nun, nach der „Koffein Injektion“ geht‘s in einen weiteren, der Genesung dienenden, ruhigen Nachmittag. In der Hoffnung, das morgen die grippalen Beschwerden nach nunmehr fünf Tagen Geschichte sind

23. Januar, Donnerstag. Ich bin genesen, hab geduscht und fühle mich wie ein neuer Mensch. Leider hat Uschi jetzt mit ersten Symptomen zu kämpfen. In dem kleinen Wohnraum eines Wohnmobils ist die Ansteckungsgefahr natürlich immer präsent. Ich habe meine neu gewonnene Kraft sogleich genutzt, um die Bettbezüge und Handtücher zu waschen und bei Sonne und 21° zum Trocknen aufzuhängen

24. Januar, Freitag. Großeinkauf mit Erik im Mercadona und Lidl in Cartagena. Da soll nochmal einer sagen, in den Kofferraum vom Smart passt nichts rein

Laura, die gute Seele vom Stellplatz hat einen Gutschein vorbei gebracht und alle Camper morgen zum Essen eingeladen. Dazu gibt es Rotwein und ein Dessert. Es ist großartig, was uns hier regelmäßig im Los Olivos Camperpark geboten wird

25. Januar, Samstag. Das Festmahl für die Camper wird zubereitet. Viel Huhn, Kartoffeln und viel Knoblauch. Bereits vorher wurde der Rotwein ausgeschenkt und die Stimmung steigt, nicht nur des Weines wegen

Hier hat eine illustre Gesellschaft zusammen gefunden und harrt nun sichtbar der Genüsse die da kommen werden

26. Januar, Sonntag. Auf unserem täglichen Spaziergang mit Mimmi kommen wir jedesmal an diesem kleinen Jack Russel vorbei. Sieht er uns von weitem kommen, rennt er freudig an den Zaun und nimmt ein kleines Leckerchen entgegen. Ein angenehmer Nebeneffekt, während er alle anderen vorbeikommenden Hunde verbellt, hält er sich der Fresslust wegen bei Mimmi absolut zurück

27. Januar, Montag. Uschi ist morgens mit Zahnschmerzen erwacht. Das Erschrecken kam vor dem Spiegel, Ihre Oberlippe war kräftig angeschwollen. Die Diagnose bei einem Zahnarztbesuch in Cartagena: Wurzelentzündung. Und selbige entzündete muss nun gezogen werden. Da dies erst am 4. Februar möglich ist, verschiebt sich unser Aufbruch nach Marokko um ein paar Tage

28. Januar, Dienstag. Zuerst ein Bulletin zu Uschi‘s gesundheitlichen Zustand: „es gibt keine Veränderung“.
Unser Nachbar Karl hat ein neues Küchenzelt neben seinem Wohnmobil aufgebaut. Bisher hat er draußen gekocht und wir haben jedesmal den herrlichen Duft der zubereiteten Speisen genossen. Das gehört nun leider der Vergangenheit an.

2. Januar, Mittwoch. Los Albañiles, man kann mittlerweile berechtigt sagen, unsere zweite Heimat. Einhundert Meter weiter befindet sich der ideale Platz zum Überwintern. Los Olivos Camperpark

So begrünt haben wir die umgebende Landschaft in all den Jahren noch nicht gesehen. Das Wasser, das Valencia im Oktober letzten Jahres zum erschreckenden Verhängnis wurde, ist für die Landwirte hier, am Fuße der Berge für dieses Jahr ein Segen

30. Januar, Donnerstag. Wie so oft, lädt uns der Markt in Los Dolores zum Bummeln ein. Unsere beiden Damen sind bei den Pullovern fündig geworden, während Erik und ich von Gemüsestand zu Gemüsestand jagen um für unser Abendessen zu sorgen. Sieht so aus, als hätte sich in all den tausenden Jahren der Menschheitsgeschichte nicht allzu viel geändert. Die einen sammeln, die anderen jagen

Wie artig unsere Hunde Luzie und Mimmi warten, bis ihre Rudelführer ihre Handeslgeschäfte erledigt haben

Eine Belohnung nach dem hektischen Markttreiben ist obligatorisch. Wie jedesmal gab es in der angrenzenden Tapas Bar leckere Bocadillos

31. Januar, Freitag. Heute war ich mit Eric in einem wahren Eldorado für Schnäpchenjäger. Im Crazy Day Factory auf der Av. Bruselas, in Cartagena. Eine große Fabrikhalle, gefüllt mit Amazon Rückläufer. Von Elektronik über Küchengeräte bis zur Bekleidung ist hier alles relativ günstig zu haben. Wie man den Bildern entnehmen kann, allerdings absolut chaotisch und unsortiert. Begibt man sich in diese Abenteuerhalle, sollte man viel Zeit mitbringen

2 Antworten zu „Januar 2025“

  1. Hallo ihr Lieben, wir freuen uns euch alle wiederzusehen und können es kaum abwarten…bald stehen wir wieder auf diesem Platz. Liebe Grüße Isabell, Erik und Luzie

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  2. Wir wünschen euch ein gesundes neues Jahr.

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