Januar 2026


1. Januar, Donnerstag 0:05 Uhr. Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr, mit vielen netten Begegnungen, herrlichen Erlebnissen und viel Zuversicht im Gepäck

Den strahlenden Gesichtern sieht man es nicht mehr an, das die Nacht doch ziemlich kurz war. Das Wetter spielt mit und wir sind mit den Hunden unterwegs. Das unsere Fellnasen im Bild nicht zu sehen sind, liegt ausschließlich in der Verantwortung des Fotographen, der offensichtlich nach der Sekt geschwängerten Nacht die richtige Perspektive noch nicht wiedergefunden hat

2. Januar, Freitag. Mimmi muss mal zwei Stunden im Camper alleine bleiben. Da wir in den Feiertagen alle Vorräte an Obst und Gemüse aufgebraucht hatten, sind wir mit dem Motorroller nach Cartagena gefahren und haben uns auf den großen Freitagsmarkt mit frischer Ware eingedeckt

Verführerisch wird an diesem Stand gepökelter Fisch präsentiert. Die Preise sind moderat. In der Schale rechts unten im Bild liegen Happen von allen Sorten zum probieren bereit

3. Januar, Samstag. Es ist ein grauer Tag, die Sonne hat es nicht geschafft durch die Wolken zu stoßen. Wir haben kurz entschlossen einen Waschtag ausgerufen und in zwei Maschinen rund acht Kilo Wäsche gewaschen. Da am Platz Industriemaschinen stehen, dauert der Waschgang mit 60 Grad nur vierzig Minuten. Ein 10 Kilo Trockner schafft es, die Wäsche in fünfzig Minuten schranktrocken zu bekommen. Es war ein dem diesigen Wetter angepasster Arbeitstag. Am Abend habe ich Fischburger im Airfreyer zubereitet

4. Januar, Sonntag. Das erste Bild ist heute Mittag hier entstanden, das zweite Bild zeigt aktuell die Heimat. Während sich das Wetter im südlichen Spanien widernatürlich grau, trist und mit nur 13 Grad viel zu kalt zeigt, ist es zu Hause zwar noch kälter, aber mit der herrlichen schneebedeckten Landschaft ergibt das Ganze ein erheblich besseres Bild

5. Januar, Montag. Heute müssen wir noch durchhalten, es wird bis in die Nacht hinein teils heftig regnen. Morgen früh zieht das Regengebiet endlich über das Mittelmeer ab und uns erwarten nach der langen nassen Zeit wieder sonnige Tage. Der notwendige Spaziergang mit Mimmi war für Mensch und Tier eine Tortur, da das Wasser nicht nur von oben kommt, sondern auch von unten behindert, da die Wege völlig überflutet sind. Nun denn, dann werden wir uns heute noch im warmen und trockenen Wohnmobil verschanzen. Lesen, Radio hören und einen warmen Tee trinken

6. Januar, Dienstag. Durch Los Cachuchas verläuft unser täglicher, etwa 2,5 Kilometer langer Spazierweg mit Mimmi. Hier kann sie frei laufen und sich austoben. Die Briefträger haben es übrigens erheblich einfacher als bei uns zu Hause. Sie müssen die Post nicht zu den verstreuten Häusern bringen, sondern die Postempfänger müssen bis zu 600 Metern zu ihren Briefkästen laufen, die zentral an einer Straßenkreuzung angebracht sind

Der 6. Januar (der Dreikönigstag oder „Dias de Los Reyes Magos“) ist in Spanien ein Feiertag, bedeutender als der 1. Weihnachtstag. Heute ist für die Kinder Bescherung. Spanische Kinder schreiben ihren Wunschzettel nicht an den Weihnachtsmann, sondern an die heiligen drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar. Am Morgen des 6.Januars finden sie ihre Geschenke, die die Könige nachts im Wohnzimmer hinterlassen haben. In den Städten gibt es prachtvolle Umzüge, bei denen die Könige auf aufwändig geschmückten Wagen durch die Straßen ziehen und tonnenweise Süßigkeiten in die Menge werfen

7. Januar, Mittwoch. Das regenreiche, schlechte Wetter ist überstanden. Wir hatten heute einen durchweg sonnigen Tag mit langsam auch wieder ansteigenden Temperaturen. Nun geht der Stern unter und wird, glaubt man der Wettervorhersage, uns auch in den kommenden Tagen bei weiter steigenden Temperaturen begleiten

Stoisch lässt Mimmi die abendliche Prozedur über sich ergehen. Ihr Fell wird gründlich gebürstet, die Zähne geputzt und die Pfoten gereinigt. Es hat den Anschein, sie kann es sogar genießen. Oder drückt ihre Haltung nur die Vorfreude auf das Leckerli aus, das sie danach ein jedesmal bekommt?

8. Januar, Donnerstag. Ein weiterer sonniger Tag. Auch die Tagestemperaturen steigen, wenn auch nur langsam. Hin und wieder allerdings fegt ein kühler Wind über die Straßen und Plätze. Wir besuchen mal wieder den Donnerstagmarkt in Los Dolores

Nach dem Marktbesuch genießen wir gemeinsam mit Isabell und Erik, mittlerweile bereits traditionell, Bocadillos, belegt mit Thunfisch, beträufelt mit Olivenöl und bestreut mit Salz

Die notwendigen Camperarbeiten sind erledigt, die Einkäufe sind getätigt und der Hunger ist gestillt. Alles ist geschafft. Man sieht es ziemlich deutlich an den entspannten Minen der drei Akteure. Nur der vierte, der hinter der Kamera muss noch arbeiten und Bilder knipsen

9. Januar, Freitag. Der teilweise lange anhaltende und kräftige Regen in diesem Jahr macht den Unterschied. Das Bild links zeigt die Vegetation im Januar 2023. Das Bild rechts, fast an der selben Stelle, nur aus anderer Perspektive aufgenommen zeigt die blühende Landschaft im Januar 2026

10. Januar, Samstag. Erik uns Isabell haben Besuch von Robert bekommen, ein Freund, der in der Nähe für eine Woche ein Ferienhaus bezogen hat. Robert hat uns eingeladen, mit ihnen nach Cartagena zu fahren. Das haben wir sehr gerne angenommen und haben uns zu fünft nebst den beiden Hunden auf den Weg gemacht. Gleich am Eingang zur Stadt, zwischen dem Hafen und dem Rathaus, steht ein weißes Monument, das an die spanischen Seeleute erinnert, die in den Seeschlachten des Spanisch-Amerikanischen Kriegs 1898 ihr Leben ließen.

Sehr beeindruckend ist das römische Theater. Es liegt Im inneren der Stadt und öffnet sich zum Meer hin. Das Theater wurde zwischen 5 und 1 vor Christi von Kaiser Augustus erbaut. Mit Plätzen von etwa 7.000 Zuschauern war es eines der größten Theater im römischen Hispanien

Die Treppen die nach oben führen haben es in sich. Die Belohnung allerdings ist ein herrlicher Blick auf den Hafen

Am Fuße des Hügels Concėpcíón, in der Antike Mons Aesculapi genannt, gab es vermutlich ein System aus Straßen und Rampen, die Zugang zu den verschiedenen Bereichen der Tribüne gewährten.

Nach dem Abstieg in die City findet sich am Rande eines kleinen Platzes ein beeindruckendes Exemplar eines Moreton-Bay-Feigenbaums. Diese Bäume sind für ihre monumentalen Brettwurzeln und ihre massive Krone bekannt. Die charakteristischen, oberirdischen Ausläufer, die auf dem Bild zu sehen sind, dienen der Stabilisierung des enormen Gewichts des Baumes

Nach der Anstrengung für uns Zwei- und Vierbeiner haben wir eine Rast wohlverdient. Geschafft, aber trotzdem noch zu einem glücklichen Lächeln fähig, Isabell, Erik, Uschi und Robert. Und wenn ihr Euch fragt wo der Fünfte ist, er steht wie immer hinter der Kamera

11. Januar, Sonntag. Isabell, Uschi und Erik sind mit Robert im Auto 27 Kilometer zum Sonntagsmarkt nach Mazarrón gefahren. Ich habe mich für den Motorroller entschieden. Die herrliche, kurvenreiche Strecke über die Berge wollte ich auf zwei Rädern genießen. Dieser recht große Markt findet jeden Sonntag statt und ist immer gut besucht. Insbesondere an den Obst und Gemüseständen gibt es regelmäßig einen großen Andrang

Einen großen Andrang gibt es allerdings auch an den beiden Churros Buden. Ein iberisches Fettgebäck dem man durchaus Suchtpotenzial zuschreiben kann. Diese länglichen Spritzkuchen werden aus Brandteig hergestellt, in heißem Öl frittiert und mit Puderzucker bestreut. Dazu gibt es einen Becher heißer Schokolade, in die diese lukullischen Stangen eingetaucht werden bevor dieses wohlschmeckende Gemisch im Munde zergeht

An jedem Stand würden wir am liebsten etwas mitnehmen. Alles sieht sehr appetitlich aus und das Duftgemisch von Gewürzen, Wurst, Käse und vielerlei Leckereien ist schon ziemlich verlockend

Nach dem Bummel über den großen Markt belohnen wir uns noch in dem auch Sonntags geöffneten Einkaufszentrum in Mazarrón mit dem schon obligatorischen Cappuccino mit einer großer Sahnehaube. Robert weist genussvoll darauf hin, dass dazu eigentlich auch ein Stück Käsekuchen gehört

Zurück auf unserem Stellplatz erwartete uns beim Nachbarn schon eine größere, gesellige Runde. Bei kühlen Bier, Kaffee und Keksen eine gute Gelegenheit unsere verschiedenen Erlebnisse dieses Tages auszutauschen

12. Januar, Montag. Heute haben wir nichts besonderes unternommen, sondern nach den Strapazen, die wir unserem Vierbeiner in den letzten beiden Tagen zugemutet hatten, mit ihm einen ruhigeren Tag eingelegt. Unsere Tätigkeiten beschränkten sich auf ein paar kleine notwendige Arbeiten am Wohnmobil und letztendlich nur auf sonnen, essen und trinken. Am Abend haben wir uns mittels dem TV noch etwas in der Welt umgeschaut. Das war‘s für heute

Dienstag, 13. Januar. Das Wetter spielt mit, die Tagesarbeiten sind getan, die Laune ist gut und die alkohol(freien) Getränke munden gut. Ein schöner Tag neigt sich bereits wieder seinem Ende entgegen und nachdem ich dieses Bild aufgenommen hatte, schickte Uschi mich unmissverständlich und nachdrücklich in unser Küchenzelt. Zeit, das Abendessen zu bereiten

Der Salat ist fertig, der Speck angebraten und das Wasser kocht. Lange dauert es nicht mehr, bis wir uns mit dem Essen und einem Gläschen Riesling von der Mosel ins Wohnmobil zurückziehen

14. Januar, Mittwoch. Ein Tag wie jeder andere? Nein! Es ist ein besonderer Tag. Erik feiert heute seinen Geburtstag. Allerdings werden wir um nichts in der Welt sein Alter der Öffentlichkeit preisgeben

Eingeladen hat er uns zum späten Nachmittag in ein phantastisches Restaurant „La Marquesita“ in Cartagena. Ein Restaurant mit diversen Michelin Auszeichnungen

Nach einem kleinen, wohlschmeckendem Amuse-Gueule gab es diese vorzügliche Vorspeise mit einem Wildspargel-Tatar mit Parmesan an Palmenherzen

Erik, Isabell und Uschi entschieden sich gegrillten Wolfsbarsch als Hauptgericht zu wählen, während Robert und ich dieses saftige Kalbssteak mit Schinken und Käse wählten

Und vor dem abschließenden Espresso und Limoncello gab es noch ein herrlich erfrischendes Eis. Lieber Erik, noch einmal, alles Gute für Dein neues Lebensjahr und herzlichen Dank für die Einladung und den schönen Nachmuittag

Zurück ging es durch das abendliche, lebendige Cartagena. Gesättigt, beschwingt und zufrieden

15. Januar, Donnerstag. In Deutschland feiert man seinen Geburtstag einen Tag lang. Erik hat sich allerdings vernünftigerweise der spanischen Geburtstagskultur angepasst. Hier ziehen sich Geburtstage über mehrere Tage hin. Heute ist erst der zweite Tag seiner Geburtstagsfeier, mal sehen was noch kommt. Geflissentlich übernimmt er aber nicht die ganze Tradition. Man zieht hier dem Geburtstagskind nämlich traditionell so oft an den Ohren, wie es Jahre alt wird. Das wäre bei seinem runden Geburtstag wohl doch unangemessen und zu schmerzhaft

16. Januar, Freitag. Damit wir auch über den Radius, den ein Motorroller ermöglicht, entfernter liegende Ziele erkunden können, haben wir uns für vier Wochen ein kleines Auto gemietet

Unsere erste Tour mit dem PKW führte uns in ein entfernt gelegenes großes Einkaufszentrum. Dort haben wir für Mimmi in einem Geschäft für Tierzubehör ein weich gepolstertes Liegekissen und eine Sicherheitsleine für den Anschnallgurt erworben. Belohnt haben wir uns danach mir Kaffee, Kuchen und Bocatillos

Am späten Nachmittag hieß es Abschied nehmen. Über Isabell und Erik haben wir Robert kennen gelernt, einen interessanten und sehr netten Zeitgenossen. Robert zieht weiter gen Gran Canaria und wird dort einen nochmals wärmeren Winter erleben dürfen als wir hier in Cartagena. Guten Flug Robert und hab einen schönen Aufenthalt

17. Januar, Samstag. Nicht, dass es jeden Tag bei uns auf dem Stellplatz so zugeht, aber es gibt kaum etwas Besseres, als eine Runde in der die Chemie stimmt und das Gespräch einfach fliest

Heute haben wir dieses Auto mit einem absolut verspielten Innenraum auf einem Parkplatz inCartagena gesehen. Was es alles so gibt 😊

18. Januar, Sonntag. Mit dem Leihwagen haben wir einen Ausflug in die Berge unternommen. Etwa 6 Kilometer hinter dem 55 Kilometer entfernten Totana, liegt am Fuße der Sierra Espuña, die religiöse Stätte Santa Eulalia von Mérida. Der Ursprung reicht bis ins Mittelalter zurück, als die Ritter des Ordens Santiago, nach der Schenkung der Ländereien Aledo und Totana im Jahr 1257 durch den König Alfons der X., die Verehrung der heiligen Eulalia verbreiteten


Die heilige Eulalia (die Wohlredende) ist eine Märtyrerin, die im Jahr 304 mit 12 Jahren den Tod fand. Die Kapelle besteht aus einem einzigen Schiff mit einem Chor und einem Presbyterium am Kopfende. Dort befindet sich eine Nische, in der die Statue der Schutzpatronin Santa Eulalia steht. Das beeindruckende Dach dieser Kapelle ziert eine Holzvertäfelung im Mudéjar-Stil. Seit 2002 ist die Kapelle als Kulturdenkmal geschützt

Herrlich ist auch der Ausblick von der Kapelle in die Berge der Sierra Espuña. Viele ausgeschilderte Wanderwege führen von hier aus durch das Gebiet

19. Januar, Montag. Ein Tag der uns nicht unbedingt animierte, viel zu unternehmen. Das lag zum einen am Wetter, es ist kühl und windig und zum anderen am Montag. Das klingt zwar eigenartig, aber auch Rentner kennen den Montagsblues. Lichtblicke waren das gemeinsame Einkaufen mit Isabell und Erik im Mercadona und unser Abendessen. Gut gewürzte Hähnchenschenkel und Rosmarin- Kartoffelecken im Airfreyer bereitet

20. Januar, Dienstag. Ein bisschen Me-Time im Sonnenschein unter Ingrids kundigen Händen. Gelernt habe ich, die Beine nicht übereinander zu legen und den Kopf ruhig zu halten, damit die Symmetrie des Schnittes nicht beeinträchtigt wird. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bedauerlich ist nur, dass ich danach noch genauso wenig Haare habe wie vorher auch

21. Januar, Mittwoch. Heute führte uns unser Weg in das 55 Kilometer entfernte Murcia. Mit dabei sind Isabell und Erik und natürlich unsere Vierbeiner Mimmi und Luzie. Die erste Anlaufstelle war die imposante Kathedrale von Murcia, die im Jahre 1394 an der Stelle einer früheren maurischen Moschee errichtet wurde

Vis à vis der Kathedrale steht der beeindruckende Palacio Episcopal. Der Bischofspalast aus dem 18. Jahrhundert ist ein beeindruckendes Zeugnis der reichen Geschichte und der architektonischen Schönheit der Region

Die zentrale und belebte Einkaufsstraße säumen ebenfalls herrliche Hausfassaden und viele kleine Geschäfte und Boutiquen laden zum Bummeln und Schauen ein

Nachdem wir nun schon einige Kilometer Stadtbummel hinter uns haben, gönnen wir uns in einem kleinen Café eine Auszeit

Durch Murcia fließt der 365 Kilometer lange Fluss Segura, der in der Provinz Alicante ins Mittelmeer mündet

22. Januar, Donnerstag. In der Nacht hatten wir einen heftigen Sturm, so dass die „Bude“ ordentlich gewackelt hat. Nachdem sich der heftige Wind am Vormittag etwas gelegt hatte, haben haben wir uns entschlossen, mal wieder den Markt in Los Dolores zu besuchen. Letztendlich haben wir nichts gekauft, aber den bunten Trubel genossen

23. Januar, Freitag. Mit Isabell und Erik sind wir heute nach La Manga gefahren. Bei heftigen Wind und dichten Wolkengebirgen gestartet und bei Sonnenschein und einer leichten Brise angekommen. Die hier häufig siedelnde Flamingos haben wir leider nur in großer Entfernung erahnen können

Erlebenswert ist dort diese Brücke mit einer steilen Auf- und Abfahrt.

Entschließt man sich über diese Brücke zu fahren, erlebt man zwei Dinge. Erstens, man kann nicht das geringste sehen, was hinter der Kuppe liegt, da der Blick infolge der heftigen Steigung gen Himmel gerichtet ist und zweitens, man kann sich auf die Schreckenslaute der Beifahrer verlassen

Unser zweiter Stop galt dem schwarzen Strand. Ein bequemer Holzsteg führte uns durch das Landschaftsschutzgebiet bis an den Strand. Dessen Farbe allerdings mehr braun denn schwarz ist

Der schwarze Strand zieht sich bis zum Leuchtturm von Portmán an diesem idyllischen kleinen Hafen

Nach all den neuen Eindrücken, die wir auf dieser Tour verarbeiten durften, haben wir das einzige Restaurant im Hafen angesteuert und großartigen fangfrischen Fisch serviert bekommen

Schlachtest. Zuerst musste der große Zackenbarsch dran glauben, ein wohlschmeckender Fisch, auf den Punkt zubereitet, während der Seehecht auf einer zweiten Platte sich noch etwas gedulden muss

24. Januar, Samstag. Der Frühling hält Einzug, die ersten Mandelbäume zeigen bereits ihre Blüten

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Und nach der trockenen Erläuterung zum Abo, ein heute aufgenommenes Bild einer herrlich blühenden, den Frühling kennzeichnenden, nahen Blumenwiese

25. Januar, Sonntag. Erik hat auf der Karte einen traumhaften Ort bei Cartagena entdeckt, La Algameca, ein Fischerdorf (Aldea de Pescadores). Natürlich wollten wir das sehen und sind heute gemeinsam dorthin gefahren.
N 37° 35‘ 12“ W 0° 59‘ 58

Wir wurden nicht enttäuscht.Ein symbolträchtiger und versteckter Ort in der Hafenstadt Cartagena. Kleine, alte und zum Teil bunt zusammengeschusterte Fischerhäuser säumen den schmalen Pfad, der entlang einer Rambla verläuft, in das die Wellen des Meeres das Salzwasser hinein drücken und kleine, an Bojen hängende Boote sich im Rhythmus dieser Wellen bewegen. Wir waren uns einig, einen besonderen Ort entdeckt zu haben

26. Januar, Montag. Nach dem gestrigen Ausflug lassen wir es heute langsam angehen. Wir haben ein paar notwendige Dinge eingekauft, mehr unternommen haben wir nicht. Die Katze im Bild ist Olivia, sie hat eine besondere Geschichte: Vor drei Jahren lebte Olivia als junges Kätzchen auf dem Stellplatz und wurde von den Campern versorgt. Da der Platz von Juni bis September geschlossen wird, war die Sorge groß, dass das mittlerweile verwöhnte Kätzchen in dieser Zeit kein Futter finden könnte. Ein belgischer Camper, der bereits einen großen Hund mit sich führt, erbarmte sich des Tierchens, nahm es mit und nannte es Olivia, angelehnt am Namen des Stellplatzes (Los Olivos). Seitdem kommen belgischer Camper, Hund und Katze jeden Winter für ein paar Monate in Olivias Heimat und Hund und Katze spazieren in tiefer Freundschaft gemeinsam über den Stellplatz, zur Freude aller

27. Januar, Dienstag. Ein heftiger Sturm tobt über den Platz. Nachdem wir das Küchenzelt zusätzlich gesichert haben und alle losen Teile weggeräumt hatten, haben wir noch ein paar Lebensmittel besorgt. Uschi fährt zum ersten Mal den Leihwagen

Die Schutzplane des Motorrollers hält dem Sturm nicht stand, aber das Küchenzelt steht noch, obwohl es arg gebeutelt wird

28. Januar, Mittwoch. Dummerweise habe ich vor Tagen beim Zurücksetzen einen Ast eines Olivenbaums nicht beachtet und mir am Heck eine Delle eingehandelt. Heute Morgen waren wir in einer Werkstatt in Cartagena in der Hoffnung, es könne Stelle isoliert und minimalistisch ausgebessert werden. Leider wurden wir dort eines Besseren belehrt. Die gesamte Rückfront würde nach dem Ausbessern lackiert und die Folierung erneuert werden müssen. Unser Entschluss, wir lassen es wie es ist, es zeugt nun mal von den Widrigkeiten eines Autolebens

29. Januar, Donnerstag. Statt den donnerstags-Markt in Los Dolores zu besuchen, waren wir heute auf dem Markt im 10 Kilometer entfernten La Aljorra N 37° 41‘ 30“ W 1° 4‘ 6“. Hier dominieren im Gegensatz zu Los Dolores die Händler, die Obst und Gemüse anbieten. Ausgiebig bedient haben wir uns an diesem Käse- und Wurststand

Auf der Rückfahrt bremsten uns diese sonnenhungrigen Gänse aus, die sich auch durch langsames, dichtes Auffahren nicht aus der Ruhe bringen ließen. Geduld war angesagt. Nach ein paar Minuten schienen sie aber realisiert zu haben, das ein Auto stärker sein könnte als sie und aufgeregt schnatternd gaben sie den Weg frei

Am frühen Nachmittag ging es ausschließlich um unsere Vierbeiner. Da Mimmi und Luzie morgen einen Frisiertermin oder besser ausgedrückt einen Schurtermin haben, galt es heute ihr Fell zu shamponieren und zu waschen. Da wir an einer nahen Repsol Tankstelle einen Hundewaschplatz entdeckt hatten, machten wir uns mit Isabell, Erik und den beiden Hunden auf den Weg dorthin. Mimmi war die Erste. Für 4€ durfte sie Duschen, Einseifen, Abduschen und Föhnen

Nachdem sich Luzie Mimmi’s Prozedur angeschaut hatte und sah, das Mimmi der Waschbox lebend wieder entstiegen war, war es ein Leichtes, auch ihr die nasse Fellpflege angedeihen zu lassen. Obwohl im Prinzip die beiden Hunde im Anschluss ihres mutig durchgestandenen Bades eine Belohnung verdient hätten, nahm sich diese wir Zweibeiner und ließen es uns in der gegenüber liegenden Tapasbar gut schmecken

30. Januar, Freitag. Ein besonderer Tag für Mimmi und Luzie. Bianca hat sich angekündigt, um beide Hunde von ihrem dichten und langen Winterfell zu befreien. Nach zwei Stunden waren zwar Bianca und wir Helfer und Zuschauer völlig erledigt, aber unsere Fellnasen reckten stolz ihre Köpfchen nach oben, ob ihres nunmehr sehr eleganten Aussehens

Luzie hat die Prozedur stoischer über sich ergehen lasse. Schlau wie sie ist, dachte sie sich, wenn ich weniger zapple als Mimmi, werde ich auch schneller fertig sein. Ihre Strategie ging auf

Später ging es noch in den Waschsalon nach Los Dolores. Die 14 Kilo Maschine haben wir bis zum Rand gefüllt

31. Januar, Samstag. Nun haben auch Tina und Dieter mit Ihrem Hund Curtis freudiger Weise den Weg zum Los Olivos Camperpark gefunden und stehen mit Ihrem Wohnmobil Vis-a-vis. Auf dem Stellplatz sind mittlerweile alle Stellflächen mit Wohnmobilen aus Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich, England, Finnland, Norwegen der Schweiz und natürlich aus Spanien besetzt

2 Antworten zu „Januar 2026“

  1. Lieber Stephan vielen Dank unbekannter Weise, für die tollen Eindrücken ich fühle mich mit dabei auf eurer Reise. Grüße an Isabell und Erik, Uschi unbekannter Weise sowie die Fellnasen Mimmi und Luzie Knuddel Grüße aus der Eifel

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  2. Liebe Dauerurlauber,

    Ich möchte Euch ebenfalls ein glückliches, gesundes neus Jahr wünschen, mit schönen Ereignissen und viel Lebensfreude.

    Herzliche Grüße Ihr Lieben

    Eure Gisela

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